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Kloster Schöntal

- ein Zisterzienserkloster

 

Kloster Schöntal gehörte zum Orden der Zisterzienser. Zum ersten Mal erwähnt wird es in einer Urkunde des Jahres 1157. Die Errichtung eines mittelalterlichen Zisterienserklosters folgte den Vorschriften des Ordens. Um einen Kreuzgang gruppierten sich alle Bauten, die für das klösterliche Leben notwendig waren. Der wichtigste Bau war die Kirche. Nach Bitte hier text einfügen zisterziensischer Tradition mußte sie schlicht und ohne figürlichen Schmuck sein. Der Chor schloß rechteckig ab. Außer einem Dachreiter waren Kirchtürme nicht erlaubt. Zum Kloster gehörten Wirtschaftsgebäude, da die Gemeinschaft der Mönsche oder Nonnen meist viel Land besaß und von seiner Bewirtschaftung lebte. Da die Klostergeistlichen aber den größten Teil des Tages bei Gebet und Gottesdienst verbringen mußten, gehörten schon früh niederrangigere Klostermitglieder und Bauern zur Gemeinschaft, die die Arbeit erledigen. In Schöntal gab es für die eine eigene Kirche, die spätgotische Kilianskapelle.
Kloster Schöntal in seinem heutigen Aussehen entstand im Barock. Im 17. und 18. Jahrhundert errichteten die Äbte statt der mittelalterlichen Anlage die mächtige Kirche und die fürstlichen Bauten der Neuen Abtei. Auch die Ökonomiegebäude wurden ersetzt.
Als durch die Säkularisation im 19. Jahrhundert viele Klöster aufgelöst und große Teile des kirchlichen Besitzes dem Staat überwiesen wurden, zog in Schöntal ein Seminar ein. Dort wurden württembergische Knaben auf das Studium der Theologie vorbereitet. Seit 1979 beherbergt das ehemalige Kloster Schöntal u.a. ein Bildungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In der Klosterkirche wird immer sonntags um 9.00 Uhr Gottesdienst gehalten.