Sie sind hier: Home / Stadtinfos / Aus der Geschichte
Wetter in Ravenstein
21 °C
meist sonnig
Wind O 6 km/h

Ravenstein - jüngste Stadt im Bauland

Wo Kessach und Erlenbach mit dem Hasselbach zur Jagst eilen, in dieser idyllischen, ausgebuchteten Ecke des Neckar-Odenwald-Kreises zeigt die Kreiskarte den Namen des jüngsten Städtchens im Bauland:

Ravenstein

Die Stadt Ballenberg und die Gemeinden Erlenbach, Hüngheim, Merchingen, Oberwittstadt und Unterwittstadt haben sich 1971 unter diesem Namen zu einer Verwaltungseinheit zusammengeschlossen.

Jeder der reizenden ländlichen Stadtteile hat seine geschichtliche Tradition, sein ganz besonderes Schicksal und seine Relikte aus der Vergangenheit. Die Herrschaft über die Ortsteile Hüngheim und Merchingen hatten bis 1806 ganz oder teilweise die Herren von Berlichingen inne. Die Ortsteile Ballenberg, Erlenbach, Ober- und Unterwittstadt gehörten bis 1802 zum Territorium des Erzstifts Mainz. Reste der alten Straße, die Karl der Große von Würzburg in die Schweiz führen ließ, sind bei Ballenberg noch erhalten. 1306 erhielt dieser Ort das Stadtrecht. Zu verdanken haben es die Ballenberger, die jetzigen Ravensteiner, dem Grafen Bobbo I., der seine Residenz in Krautheim hatte. Jörg Metzler, der berühmte Bauernführer aus Ballenberg, setzte durch seine Beteiligung am Bauernaufstand die Selbstverwaltung aufs Spiel. Nur das Stadtrecht blieb erhalten. 1971 ging es auf die Stadt Ravenstein über.
Sehenswert ist z.B. auch in Oberwittstadt der Altar der Nothelferkapelle aus dem Jahre 1456 oder das Renaissanceschloß in Merchingen mit Heimatmuseum.
Das am 13. März 1975 vom Innenministerium zusammen mit der Flagge verliehene Wappen der Stadt stellt eine Kombination von Mainzer (sechsspeichiges silbernes Rad in Rot) und Berlichinger Rad (fünfspeichiges silbernes Rad in Schwarz) dar und erinnert an die historischen Herrschaftsverhältnisse. Das Schildhaupt im Zinnenschnitt weist auf das alte Stadtrecht von Ballenberg und den Stadttitel der heutigen Gemeinde hin. Die Tingierung von Feld und Schildhaupt greift die Mainzer Farben auf.

1/3 der Ravensteiner Gemarkung, und unsere kleine Stadt hat immerhin eine Gesamtfläche von insgesamt ca. 5.600 ha, bedecken Laub- und Nadelwälder und an den Ufern der Kessach, des Erlen- oder Hasselbachs kann man sich gut erholen, wobei Sport- und Tennisanlagen, die Golfanlage „Kaiserhöhe“ und gut ausgebaute Rad- und Wanderwege das Angebot zur Freizeitgestaltung erweitern.

Zur Entstehung der Stadt Ravenstein hatte Ravenstein 2.783 Einwohner. Damals war Ravenstein noch überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Heute ist die Landwirtschaft so stark rückläufig, daß es in ganz Ravenstein nur noch ca. 10 Haupterwerbslandwirte gibt. Die örtliche Wirtschaftsstruktur setzt sich zusammen aus zwei größeren Betrieben (Metall- und Maschinenbau) sowie ca. 10 Betrieben mit 5 bis 20 Beschäftigen (Handwerksbetriebe). Alle anderen Handwerksbetriebe und Geschäfte sind Einzelunternehmen mit meist nur einem Angestellten oder Arbeiter. In Ravenstein sind Ärzte, Zahnarzt, Metzgerei, Bäckerei und Lebensmittelgeschäfte vorhanden. Wir haben derzeit zwei Kindergärten in kommunaler Trägerschaft und zwei Grundschulen. Die nächste weiterführende Schule ist ca. 8 km von Ravenstein entfernt in Osterburken.

Verständlich, dass es in Ravenstein weit mehr Berufsauspendler als -einpendler gibt. Durch den direkten Autobahnanschluss ist dies für die Ravensteiner jedoch kein Problem.

Zu den kulturellen Einrichtungen ist zu erwähnen, daß in allen Stadtteilen Vereine vorhanden sind, die das kulturelle Leben gestalten. Es gibt Musik-, Gesang- und Sportvereine, den Rot-Kreuz-Ortsverein, Frauengemeinschaften, Faschingsverein, Gymnastikgruppen, den Landsknechtshaufen und vieles mehr. Jeder Stadtteil hat seinen Jugendtreff mit eigenem Domizil.

Die Verwaltung der Stadt Ravenstein hat ihren Sitz in Merchingen. Das Bürgermeisteramt gliedert sich in Verwaltung, Rechnungsamt und Grundbuchamt. Die Verwaltung beinhaltet das Meldeamt, Standesamt, Versicherungsamt, Sozialwesen sowie alle anfallenden Schreibarbeiten. Im Rechnungsamt ist die Stadtkasse enthalten und dort werden alle rechnungswesentlichen Geschäfte erledigt. Im Grundbuchamt ist das Liegenschaftskataster untergebracht sowie das Bauamt. Der Verwaltung ist außerdem noch der Bauhof angegliedert, in dem zur Zeit 5 Arbeiter beschäftigt sind.

Die Stadt Ravenstein hat ihre eigene Wasserversorgung. Für die Überwachung sorgt die Wasserversorgung Bauland GmbH (WVB). Zwei Revierleiter und zwei Forstwirte sind mit der Aufarbeitung des Ravensteiner Holzes beschäftigt.

In jedem Stadtteil gibt es ein voll erschlossenes Neubaugebiet. Auch die Flurbereinigung bzw. beschleunigte Zusammenlegung wurde in allen Stadtteilen durchgeführt. Ravenstein gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Osterburken an und ist Mitglied des Regionalen Industrieparks Osterburken, der bedingt durch seine optimale Lage (Autobahnanschluß, Anschluß B 292 und Bahnhof) ständig erweitert wird.

Wer Ravenstein besuchen möchte, kann uns von der A 81 Heilbronn-Würzburg, Ausfahrt Osterburken, direkt erreichen. Die Ausfahrt liegt auf Gemarkung Merchingen. Bahnanschluß im benachbarten Osterburken ist ebenfalls vorhanden.

Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie mit gut bürgerlicher Küche laden in unseren Stadtteilen zum Verweilen ein.